Kloster

Das Kloster ist eine Stätte, an der Menschen leben, welche ihr gesamtes Leben der Ausübung ihrer Religion widmen. Klöster gibt es nicht nur in der christlichen Religion. Sehr bekannt sind zum Beispiel auch die buddhistischen Klöster.

Wie entstanden die ersten christlichen Klöster? Es war wohl der Mönch Benedikt von Nursia, welcher im 6. Jahrhundert nach Christus eine der ersten klösterlichen Gemeinschaften gründete. Sein Prinzip lautete "Bete und Arbeite - ora et labora" - bis heute zieht sich diese Maxime durch das Leben der Benediktinermönche.

Schnell entstanden auch die ersten Frauenklöster. Auch hier hatten die Benediktinerinnen eine Vorreiterrolle übernommen. So entstand beispielsweise schon im 8. Jahrhundert das Kloster auf der Fraueninsel im Chiemsee durch eine Benediktinerin. Berühmt wurde im 11. Jahrhundert die Nonne Hildegard von Bingen. Sie war Klostergründerin und eine sehr wissenschaftskundige Frau, welche sich mit Medizin, Astronomie und Geschichte bestens auskannte. Ein weiterer Grund für ihre Berühmtheit waren ihre Visionen.

Im Mittelalter erlebten die Klöster eine echte Blütezeit. In den Klöstern wurden Bücher geschrieben und vervielfältigt, als es noch keine Möglichkeiten zum Buchdruck gab. Die Buchmalereien der Klöster sind berühmt. Auch in der Schulbildung setzten Klosterschulen Maßstäbe.

Doch auch viele adlige Söhne wurden von ihren Eltern dazu bestimmt, ins Kloster zu gehen, selbst wenn dies nicht immer freiwillig war. Durch ihr Handeln in den Klöstern gerieten viele dieser Refugien auch in Verruf und wurden im Zuge der Reformation aufgelöst. Die Säkularisierung im 19. Jahrhundert tat ein übriges. So sind viele Kloster heute nur noch als Museen zu bewundern. In anderen leben die Nonnen und Mönche noch wie früher - in Armut und Gebet. Doch sind Klöster heute meist eine Gemeinschaft, welche ihre Umgebung mit einbindet. Nicht umsonst finden zahlreiche Veranstaltungen im Kloster statt. Konzerte sind eine beliebte Möglichkeit. Oftmals werden die Räumlichkeiten auch für Seminare und Einkehrtage und Besinnung genutzt. So können die Klöster heute - bei allen Sparmaßnahmen - überleben. Und viele Außenstehende nutzen das Kloster gerne um den Alltag für einige Zeit zu vergessen.

"Bete und arbeite", hieß es schon bei den Benediktinermönchen. Und tatsächlich muss man selbst heutzutage noch hart arbeiten und nach Möglichkeit gutes Geld verdienen, um überhaupt noch die Kosten für ein Zahnersatz Implantat aufbringen zu können. Besser noch: man "betet", dass die Krankenversicherung hierfür zumindest einen adäquaten Kostenanteil übernimmt. Sollte man es aber tatsächlich dem Zufall überlassen, schöne Zähne bzw. ein gesundes Gebiss zu haben?

Zwar werden die Kloster schon lange nicht mehr so intensiv und häufig von Pilgern und Gläubigen aufgesucht wie in der Vergangenheit, dennoch klagen auch heute noch so manche Klöster über mangelhaften Platz für alle Mönche. Da das Aufbauen von Pagodenzelte in den meisten Fällen ebenfalls aus Platzgründen nicht möglich ist, müssen viele Klöster oft auf die Aufnhame neuer Brüder verzichten.