Die katholische Religion

Die katholische Religion ist heute die weltweit größte Glaubensgemeinde und vereint unter sich 23 Teilkirchen, die zwar teils unterschiedliche Rituale praktizieren, jedoch alle das Primat des römischen Bischofs akzeptieren.

Die katholische Religion postuliert einige wichtige Glaubensinhalte.

Es ist eine monotheistische Religion, die aber an erster Stelle die Idee der Dreifaltigkeit betont.

Gott ist demnach nicht eine Person, sondern besteht aus drei Elementen. Gott, der Schöpfer und Vater unserer Welt, ist eins mit seinem Sohn, Jesus Christus, der die Botschaft Gottes verkündet, und mit dem heiligen Geist. Der durch Christus manifestierte Gedanke der Menschwerdung Gottes ist in dieser Form einzigartig unter den Religionen und wird vom Islam zum Beispiel radikal abgelehnt.

Weiterhin wichtig für die katholische Religion ist die Idee von der Allgegenwärtigkeit Gottes in allen Dingen und von seinem Wirken und Eingreifen in der Welt. So schickt er seinen Sohn, Christus, den Erlöser, der der Menschheit helfen soll, sich von ihren Sünden zu befreien.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der katholischen Lehre sind die heiligen sieben Sakramente, die den Menschen ein gesegnetes Leben verkünden sollen. Taufe, Firmung, Beichte, Eucharistie, Salbung von Kranken, die Ehe, und das Sakrament der Weihe sollen Heil bringen und die Menschen des göttlichen Schutzes versichern.

Heil und Hoffnung bringt zudem die Erwartung auf ein Leben nach dem Tod. Das Endgericht und die Wiederkehr Christi werden erwartet, um nach dem Tod alle Menschen nach ihren Taten und nach ihrem Glauben zu beurteilen. Wer vor Gott Gnade erfährt, dem soll nach seinem Tod ein ewiges Dasein in Gottes Nähe zuteil werden, während den Ungehorsamen die ewige Verdammnis in der Hölle drohen soll, so der eschatologische Grundgedanke.

Die Interpretaion der biblischen Weisungen und deren Übertragung auf aktuelle moralische Debatten sind und waren häufig Thema in der katholischen Religion. Man bemüht sich um eine Anpassung der alten Wahrheiten an aktuelle Fragestellungen, die beidem gleichermaßen gerecht werden kann. Hierin sieht die katholische Kirche zu Recht eine ihrer wichtigsten Herausforderungen im modernen Zeitalter.

Die katholische Religion hat sich auf der Welt sehr weit verbreitet. Was wir unbeirrbaren Missionaren zu verdanken haben. Die Menschen, die anderen Religionen angehörten waren die ungläubigen oder Ketzer. Gerade das Verhalten von Naturvölkern mutete häufig wie Teufelsanbetung an. Noch heute kann man die Auswikungen der Missionare beobachten.

Auch die katholische Religion öffnet sich immer mehr für andere Glaubensrichtungen. Die Verurteilung anderer Glaubensarten hat man weitestgehend abgelegt. Der Glaube soll den Menschen helfen, nicht diese strafen.